Eisschollen türmen sich an den Kaps auf

Hütten-Trekking am Baikalsee

Russland/Sibirien

Termin 2020: 1.-11. März
11 Tage-Programm
Bed & Breakfast, 2x Mittagessen, 7x Abendessen
4-15 Teilnehmer
1340,-€
Flüge und Visakosten nicht inklusive!
Wanderer mit Schlitten auf verschneitem Eis
Wanderer ziehen ihr Gepäck in einer Pulka übers Eis

Hütten-Trekking am Baikalsee

Russland/Sibirien

Termin 2020: 1.-11. März
11 Tage-Programm
Bed & Breakfast, 2x Mittagessen, 7x Abendessen
4-15 Teilnehmer

1340,- € p.P.

Flüge und Visakosten nicht inklusive!
In Zusammenarbeit mit KNUT-Reisen

Entlang des gigantischen Baikalsees wandern wir von Hütte zu Hütte. Zudem machen wir einen Abstecher ins burjatische Tunkatal mit seinen heißen Quellen und buddhistisch-schamanistischen Kultstätten.

Wir übernachten in gemütlichen, beheizten Holzhütten und wärmen uns abends in der russischen Banja auf. Vielleicht ist hierbei auch ein Eisbad möglich.

Im Winter ist die sibirische Luft klar und die Sicht auf die wunderschöne Landschaft optimal. Die trockene Luft sorgt dafür, dass die klirrende Kälte weniger unangenehm ist. Der Wind fegt die Eisdecke des Baikals und hält ihn zum großen Teil frei von Schnee. Das Eis hat im März seine maximale Dicke erreicht, die Tage sind schon wieder länger und die Temperaturen nicht mehr allzu grausig kalt. Sonnenbrände treten häufig auf!

Zunächst besichtigen wir Irkutsk, eine sibirische Großstadt. Dann wandern wir entlang der alten Baikalbahn am Ufer des südlichen Baikalsees. Eventuell haben wir zwischendurch auch die Möglichkeit zum Eisfischen, Skilangauf oder Schlittschuhlaufen.

Für zwei Tage geht es dann in das Tunkatal. Dieses liegt etwa 200 Kilometer südlich des Baikals zwischen dem Chamar-Daban- und dem Sajangebirge. Hier leben mehrheitlich buddhistische Burjaten, eine Volksgruppe, welche den Mongolen verwandt ist. Wir besuchen hier einen buddhistischen Tempel und haben die Möglichkeit, in heißen Quellen zu baden.

Unsere Wanderungen sind allesamt gut zu schaffen für Leute, die ein wenig sportlich eingestellt sind. Die längste zu wandernde Distanz liegt bei 15 Kilometern. Verlängerungen auf 22 Kilometer oder sogar mehr sind für Ambitioniertere dabei durchaus möglich, aber nicht zwingend. Seid aber darauf gefasst, dass wir in den Hütten teilweise in Mehrbettzimmern untergebracht sind.

Achtung! Für die Einreise nach Russland benötigt Ihr ein Visum. Euer Reisepass muss mindestens sechs Monate über das Ende der Reise hinaus gültig sein.

Tag 0:

Wenn Ihr gerne mehr Zeit in Irkutsk (oder auf dem Weg in Moskau) verbringen möchtet, könnt Ihr natürlich auch schon früher anreisen. Bitte gebt uns in diesem Fall so früh wie möglich Bescheid! So können wir für Euch die Unterkunft schon früher reservieren.

Alternativ zum Flieger ist auch die Anreise mit der Transsibirischen Eisenbahn möglich: Die Bahnfahrt von Moskau nach Irkutsk dauert in etwa 3 Tage und 6 Stunden – fragt bei uns nach dem Zugfahrplan und Tickets nach! Es empfiehlt sich, bei Anreise mit der Transsib eine Übernachtung in Moskau mit einzuplanen.

Tag 1: Anreisetag

Wanderer mit Schlitten auf verschneitem Eis

Tag 2: Ankunft in Irkutsk

Am Flughafen oder Bahnhof werdet Ihr abgeholt und zu unserer Unterkunft gebracht: ein zentral gelegenes Apartment oder eine private Übernachtung bei einer örtlichen Familie. Dort bekommt Ihr auch ein typisch russisches Abendessen.

Während des Aufenthalts in Irkutsk lernt Ihr die Stadt kennen und habt Zeit Euch zu akklimatisieren. In einigen Reiseführern wird Irkutsk etwas übertrieben zum „Paris Sibiriens“ verklärt. Nichtsdestoweniger befindet ihr Euch aber in einer interessanten sibirischen Großstadt.

Der Baikalsee-Ausfluss Angara fließt durch die Stadt. An seinen Ufern befindet sich eine schöne Promenade. Am Zusammenfluss mit dem Irkut befinden sich zwei russisch-orthodoxe Kirchen mit vergoldeten Zwiebelkuppeln sowie die römisch-katholische Kirche. Letztere wurde erbaut für die ehemals zahlreiche polnische Bevölkerung der Stadt – häufig waren das nach Sibirien Verbannte.

Auch ein Besuch des Marktes sowie ein Bummel durch die Altstadt mit ihren vielen windschiefen, traditionell dekorierten Holzhäusern lohnt sich sehr. Übernachtung im privaten Gasthaus.

Tag 3: Aufbruch zum Baikal

Heute geht es los mit der Tour an den Baikal und nach Burjatien. Ihr solltet nur für die kommenden 9 Tage packen. Einen Rest für den letzten Tag in der Stadt könnt Ihr in Irkutsk hinterlegen. Auf der Tour müsst Ihr in der Lage sein Euer Gepäck mindestens drei bis vier Stunden beim Wandern zu tragen. Auf dem Eis kann man dafür unsere ultraleichten, zusammenrollbaren Wanderschlitten nutzen.

Späte Ankunft unter der Abendsonne

Aber heute geht es zunächst einmal durch einen unebenen Weg im Wald, wo sicherlich auch etwas Schnee liegt. Hier ist es also voraussichtlich besser, das Gepäck zu schultern. Aber das Essen bekommt man jeweils vor Ort. So habt Ihr maximal ein Lunchpack (für heute aus Irkutsk mitnehmen!), persönliche Snacks und eine Wasserflasche und/oder Thermoskanne zusätzlich zu Euren Sachen dabei.

Mit dem Vorstadtzug geht es vormittags zunächst einmal an eine einsame Station auf dem Olcha-Plateau (ca. 3 Stunden Fahrt). Von hier aus wandert Ihr 5 km durch den Wald hinunter zum See, den Ihr von oben schon zum ersten Mal erblickt. Gegen Mittag erreicht Ihr die kleine Siedlung Staraja Angasolka direkt am See.

In Staraja Angasolka gibt es eine kleine Künstlerkolonie des Malers Nikolai Roerich, die man besuchen kann. Auch eignet sich der Ort für eine kleine Mittagspause mit euren mitgebrachten Lunchpaketen. Mit etwas Glück bekommt Ihr hier sogar frisch gefangenen oder geräucherten Fisch. Gestärkt geht die Wanderung nun zum ersten Mal über das Eis.

Oft gibt es am Ufer auch bizarre Eisformationen und –hügel zu bestaunen. Manchmal sind diese mannshoch – zumindest wenn der Herbst stürmisch war und bei frostigen Temperaturen der unruhige See mit dem Ufer kollidiert ist.

Für die 8-10 km bis zur Station Kultuk benötigt Ihr etwa 2½-3 Stunden – je nach Beschaffenheit des Eises: oft türmt sich gerade in den Uferregionen und Buchten das (Bruch-) Eis zu meterhohen Hindernissen auf – man muss also oft erst eine Weile auf den See hinaus, um einen guten (festen aber durchsichtigen) Boden zum Wandern unter den Füßen zu haben: dann ist das Eis flach und gut begehbar, durch die wenigen Niederschläge im Winter und den Wind auf dem See liegt kaum Schnee, der Euch aufhalten könnte.

Durch verschiedene Eisverhältnisse sind die angegebenen Kilometer und Wanderzeiten Schätzungen und können in jedem Jahr anders sein. In Kultuk angekommen, erwarten Euch eine heiße Banja (die russische Sauna) sowie gemütliche Hütten und das Abendessen. Abendessen und Übernachtung im Doppelzimmer in den Hütten.

Tag 4: Arschan

Nach dem Frühstück bringt uns von Kultuk aus ein Transfer nach Arschan im Tunkatal (200 km – ca. 2 Stunden Fahrt). Der heutige Tag in Arschan steht zu Eurer freien Verfügung. Ihr könnt entweder den etwas außerhalb gelegenen buddhistischen Tempel besuchen, das Dorf besichtigen oder dem Flusslauf der Kyngyrga in die Berge folgen. Dann stößt man nach etwa einer Stunde auf einen zugefrorenen Wasserfall, an dem sich manchmal Eiskletterer aus Irkutsk ausprobieren.

Das Tunkatal wird mehrheitlich von buddhistischen Burjaten bewohnt

Die sportlichere Variante für diesen freien Tag sollte man im Winter allerdings nur bei allerbestem Wetter wählen: den Gipfel des Berges Pik Ljubwi zu erklimmen wäre sicherlich schon eine Herausforderung. Man käme dann allerdings in den Genuss eines tollen Ausblicks: zur einen Seite auf das Tunkatal, zur anderen auf die Gipfel des Sajangebirges. Abends könnt Ihr Euch noch einmal in der Banja Eures Gasthauses so richtig aufwärmen.

In Arschan übernachten wir in gemütlichen Holzhütten mit Mehrbettzimmern, direkt am Gebirgsbach Kyngyrga, der den Ort durchfließt. Frühstück, Abendessen und Übernachtung in Hütten (für mittags Lunchpack besorgen).

Tag 5: Motorisierte Exkursion im Tunka-Tal

Heute fahren wir auf einer motorisierten Exkursion durch das Tal mit seinem weitläufigen Grasland, seinen heißen Quellen, Seen, Pferdeherden und Bergpanoramen. Dabei besuchen wir den buddhistischen Tempel in Nilowka. In den heißen Quellen können wir bei eiskalten Außentemperaturen ein Bad nehmen. Frühstück, Abendessen und Übernachtung in Hütten (für mittags Lunchpack besorgen).

Tag 6: Zurück zum Baikal

Nach dem Frühstück bringt Euch ein Bustransfer zurück nach Sludjanka am Baikalsee. Hier steigt Ihr gegen Mittag in den Zug (Mittagessen auf eigene Kosten in Sludjanka oder ein Lunchpaket mitnehmen) und fahrt entlang des Südwestufers auf der mit vielen Tunnels und interessanten Brückenkonstruktionen durchsetzten Strecke der Baikalbahn. Die Fahrt geht bis zum Dörfchen Schumicha, wo gemütliche Blockhütten als Unterkunft auf uns warten. Aber wenn die Bahn pünktlich unterwegs ist, dann kann wer Lust hat, auch schon an der Station Polowinnaja aussteigen und die übrigen 8-10 km wandern (ca. 2,5 Stunden).

Insbesondere gegen Abend (bzw. bei schnellen Temperaturschwankungen) hört man das 1,00 – 1,50 m dicke Eis übrigens oft „arbeiten“. Das gruselige Geräusch sollte Euch jedoch nicht beunruhigen – denkt einfach daran, dass zu dieser Jahreszeit auch mehrtonnige LKW ohne Probleme über den See fahren. In den Hütten erwartet uns bereits das Abendessen. Frühstück, Abendessen und Übernachtung in Hütten (für mittags Lunchpack besorgen).

Tag 7: Freier Tag in Schumicha, direkt am Baikalufer

Möglich wäre heute eine Wanderung variabler Länge in Richtung Seemitte. Wenn man sich zu Fuß weiter als zuvor vom Ufer entfernt, dann bekommt man auf jeden Fall einen Eindruck von der immensen Größe des Baikals. Bei nicht so klarer Sicht sieht man das gegenüber liegende Ostufer kaum, so dass man sich zuweilen wie auf einer arktischen Expedition fühlt. Bei klarer Sicht erscheint das ca. 50 km entfernte Ostufer viel näher und man sieht am Horizont die schneebedeckten bis zu 3000 m hohen Gipfel des Chamar Daban Gebirges. Wer den Tag lieber anders nutzen möchte, kann sich stattdessen (oder davor oder danach) Zeit nehmen, um die gemütlichen Hütten zu genießen und die Umgebung von Schumicha zu erkunden: landeinwärts kann man dem vereisten Flusslauf folgen oder selbständig auf dem Eis laufen.

Möglicherweise steht heute auch eine Exkursion mit örtlichen Eisfischern auf dem Programm (abhängig von der Wetterlage und den Fischern). Dazu fahren wir mit russischen Kleinbussen direkt über das Eis zu den Netzen der Fischer und können uns das System des Eisfischens in etwa 100-300 m Tiefe erklären und vorführen lassen. Der Fang des Tages wird dann uns überlassen und gleich vor Ort eine typische, heiße Fischsuppe serviert. Wenn dann noch etwas übrigbleibt, dann können wir uns die restlichen Fische am Abend in den Blockhütten zubereiten lassen. Am Abend schwitzen in der Banja. Frühstück, Mittag und Abendessen in den Hütten.

Eisfischer reparieren ein Netz

Tag 8: Wanderung nach Port Baikal

Der sportliche Teil der Gruppe kann sich heute auf einer Wanderung von bis zu 30 km Länge bis zu unserer nächsten Hüttenunterkunft austoben. Die Länge ist dabei variabel – und wer gar nicht laufen will, sondern lieber einen freien Tag in Schumicha hätte, der steigt hier am frühen Abend in den Zug nach Port Baikal ein.

Der aktive Teil der Gruppe einigt sich dann auf eine Wanderung bis zu einer der Haltestellen auf dem Weg nach 4, 12, 22 oder 24 km. Oder Ihr wandert wie gesagt die gesamten 30 km bis nach Port Baikal.

Nehmt Euch dafür ein Lunchpaket aus Schumicha mit, denn auf dem Weg gibt es keine Möglichkeiten zur Selbstverpflegung. Die Landschaft wird nun noch schroffer, die Tunnels länger und die Uferfelsen steiler. Die meiste Zeit wandert Ihr auf einer harten dünnen Schneekruste, aber ab und zu hat der Wind Eisflächen freigelegt.

Das Wasser des Baikals und somit auch das Eis ist außerordentlich klar, so dass Ihr zuweilen klare Sicht in den gähnenden Abgrund habt, der sich unter Euch auftut. Der Baikalsee ist mit bis zu 1642 m der tiefste See der Welt, und Ihr braucht nicht allzu weit in Richtung Seemitte zu laufen, damit es unter Euch 1000 Meter und mehr bis zum Boden des Sees sind.

Nach 11 km (am km 91 – ist ausgeschildert) kann man oberhalb des Tunnels Nr. 8 das Kap erklettern und die schöne Sicht genießen (Beginn des Pfades zwischen Tunnel und Anlegestelle).

Danach folgen viele steile Felswände. Denjenigen, die sich gegen die Wanderung entschieden haben, steht die Zeit bis zum späten Nachmittag in Schumicha zur freien Verfügung. Dann nehmt Ihr die Bahn bis zur nächsten Hütte und trefft dort die Wanderer der Gruppe. Oder Ihr geht nach dem Mittagessen auf eine nicht allzu lange Wanderung (4 km, ca. 1½ Stunden) zum nächsten Ort Ulanowo und nehmt dort den Zug.

Am Endpunkt der Baikalbahn, Port Baikal, wo die Züge der Transsib früher verschifft und an das andere Ufer gefahren wurden, trefft Ihr Euch wieder zum gemeinsamen Abendessen mit dem anderen Teil der Gruppe. Frühstück, Lunchbox, Abendessen und Hüttenübernachtung

Tag 9: Von Port Baikal nach Listwjanka

Nach dem Frühstück habt Ihr dann noch Zeit, den kleinen Ort Port Baikal zu erkunden. Ein Museum direkt am Bahnhof erzählt hier die Geschichte der alten Baikalbahn, an deren Gleisen entlang Ihr die letzten Tage gewandert seid. Auch der Aufstieg zum alten Leuchtturm lohnt sich für den Ausblick.

Dann geht es zum letzten Mal über das Baikaleis die kurze Strecke nach Listwjanka (ca. 2-3 km), an der Mündung der Angara, dem einzigen Ausfluss des Baikals. Diesen Abschnitt müssen wir weitläufig umgehen, denn die Mündung ist die einzige Stelle im Baikal, die im Winter aufgrund einer warmen Strömung aus den Tiefen des Sees nicht gefriert.

Ein wenig Abkühlung zwischendurch tut bei einem Saunagang gut

Listwjanka, auf der anderen Seite des Flusses, ist mit etwas mehr als 2000 Einwohnern einer der größeren Orte am Baikalufer. Nach dem Mittagessen in unseren warmen Hütten (oder Hotel) besteht dann noch die Möglichkeit, mit einer Seilbahn auf den Tscherskogo Kamen (optional) zu fahren und den weiten Blick über Landschaft und See zu genießen. Wenn dann noch Zeit bleibt, können wir auch noch den Ort erkunden und zum Beispiel am Markt oder im Restaurant Räucherfisch kaufen (das Programm ab heute Mittag und morgen Vormittag ist relativ flexibel). Frühstück, Abendessen und Hütten- oder Hotelübernachtung.

Tag 10: Listwjanka und Rückfahrt nach Irkutsk

Am Vormittag besuchen wir das interessante Baikalmuseum. Es ist mit der größten Sammlung zur örtlichen Pflanzen- und Tierwelt, einem Aquarium mit den lokalen Fischarten und Baikalrobben sowie einer Dokumentation zur Umweltsituation des Sees ist auf jeden Fall einen Besuch wert ist Am frühen Nachmittag geht es dann zurück nach Irkutsk zu unserem Gasthaus, dem Ausgangspunkt unserer Reise. Am Nachmittag habt Ihr dann noch Freizeit in Irkutsk. Am Abend bleibt dann noch Zeit, die erfolgreiche Baikalwanderung zu feiern, zum Beispiel bei einem gemeinsamen leckeren Abendessen. Frühstück und Übernachtung im privaten Gasthaus.

Tag 11: Abreise

Heute endet Eure Reise durch das winterliche Sibirien. Je nachdem wie Ihr ab- oder weiterreist, bekommt Ihr nach Bedarf einen Transfer zum Flughafen oder Bahnhof. Heimreise nach Deutschland.

11 Tage-Programm
Bed & Breakfast, 2x Mittagessen, 7x Abendessen
4-15 Teilnehmer

1340,- € p.P.

Flüge und Visakosten nicht inklusive!
Eisschollen türmen sich an den Kaps auf