Happy Birthday! 5 Jahre outfeld international biking

Vor mittlerweile genau 5 Jahren, am 1. August 2010, brach ich zur ersten längeren Fahrradtour auf, welche auch das Überschreiten mehrerer Ländergrenzen umfasste.

Es sollten nun endlich Mensch und Material im Hinblick auf kommende Herausforderungen geprüft werden. Zehn Tage, 800 Kilometer, drei Länder – das war der Plan. Die Tour begann in Dresden, welches von meinem damaligen Wohn- und Studienort Berlin innerhalb von zwei Stunden mit dem Zug erreichbar war.

Von dort aus führte mich die Route zunächst ostwärts nach Pirna, um von dort in südlicher Richtung den direkten Weg über das Erzgebirge ins tschechische Usti nad Labem zu nehmen. Über die Möglichkeit des Elbradweges hatte ich gar nicht nachgedacht und so quälte ich mich mit einem zu kleinen Fahrrad, welches ich gebraucht für 70 Euro bei einem Fahrradhandel in meiner Heimatstadt gekauft hatte, über die Höhenzüge. In den kommenden Jahren sollten sich Erfahrung sowie Material sukzessive verbessern.

Von Usti aus ging es teilweise die Elbe entlang nach Prag und von dort innerhalb von zwei Tagen in den Böhmerwald bzw. Bayerischen Wald, wie der deutsche Teil dieses Gebietes heißt. Für Touren in Tschechien ist Kondition gefragt, da das ganze Land von Bergen und Hügeln durchzogen ist, so war die Tour ein beständiges Auf und Ab.

Nach dem Zusammentreffen mit meiner damaligen Freundin an der bayerisch-tschechischen Grenze ging es zunächst den Böhmerwald etwa 25 Kilometer südwärts herunter. Es gibt dort eine Reihe von Plätzen, auf welchen ausdrücklich ausgewiesen steht, dass das Zelten hier erlaubt ist. An einer Stelle war sogar eine Karte aufgestellt, auf welcher diese Plätze eingezeichnet waren, welche sich wie an einer Schnur über die gesamte Länge des Böhmerwaldes ziehen. Regen setzte ein und verließ uns nicht mehr, bis wir nach zwei Tagen Obernberg am Inn verließen um ins Salzkammergut zu fahren. Bei bestem Wetter bot sich das kristallklare und lausig kalte Wasser von Attersee, Mondsee, Wolfgangsee und Fuschlsee.

Da auf einem Schild am Wolfgangsee ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, dass Zelten hier nicht erlaubt sei, wurde die Nacht kurzerhand im Biwak verbracht. Am letzten Radeltag musste nur noch die Restdistanz vom Fuschlsee nach Traunstein genommen werden, um mit meinem dortlebenden Großcousin und Bergvater zusammenzutreffen. Ein Aufstieg zum Jenner bei Berchtesgaden bildete leider bereits den Abschluss dieses Aktivurlaubs, da erneut einsetzender starker Regen weitere Bergtouren unmöglich machte.

2017-02-27T09:07:49+00:00 August 1st, 2015|Touren|